Pressestimmen:

Natürlich ist es politisch vollkommen unkorrekt, mit Manja Präkels und der Band Der Singende Tresen minutenlang „Gebt Mir Schnapps“ zu brüllen oder gar mit Genuss ihrem sehnsüchtigen Gesang zu frönen. Aber Erich Mühsam, von dem der Text stammt, war immer schon politisch unkorrekt, und in Zeiten, wo sich jeder Hansdampf ungestraft über „Mutti Merkel“ lustig machen kann und nur noch Religionskritik punktet, bleibt als vorletztes Mittel der Kritik wohl nur noch der Angriff auf die Volksgesundheit! Da stöhnt die Krankenkasse und das gesunde Volksempfinden empört sich! Die arme Leber! Alkohol ist doch schädlich! Tödlich gar!

Gemach! Denn, erstens, führt blöderweise selbst das gesundest geführte Leben zum Tod und, zweitens, geht es um so etwas wie Kunst! Nicht um die des Trinkens, sondern um die des Gesangs! Man mache die Probe aufs Exempel und stelle sich den Text Mühsams vor, gesprochen von einem Nachrichtensprecher! Und man höre zum Vergleich, wie unvergleichlich Manja Präkels singt! Ihr Gesang macht den Unterschied aus, und so, wie sie singt, könnte sie das Telefonbuch heruntersingen und damit gegen alle guten Sitten verstoßen! „It’s the singer, not the song“ heißt es nicht umsonst, und großartige Interpreten, von Edith Piaf bis Billie Holiday oder Bob Dylan, haben es verstanden, selbst aus den dümmsten Texten noch großartige Kunst zu machen. Dass im Umkehrschluss viele deutsche Interpreten am Bierernst ihrer Texte oder gar der von Kästner & Co. scheitern, steigert nur die Genussfähigkeit, die mit diesem kleinen Juwel der Textvertonung freudig zu entwickeln ist. Die Getränkefrage erledigt sich dann von selbst!

Die persönliche Empfehlung Lied – November 2012 Empfohlen von: Harald Justin, Wien

Textkunst ist das, echtes Geschichtenerzählen ist das. Die Verse der Sängerin Manja Präkels, die von präziser Alltagsbeobachtung bis zur melancholischen Selbstbetrachtung reichen, verknüpfen sich auf homogene Weise mit auf Anhieb vertraut wirkenden Melodiebögen, die aus gehaltvollen Quellen schöpfen wie etwa der Tradition des Brecht/Weill´schen Liedtheaters, Chanson, Folk und Klezmer. Auch Einflüsse aus Blues und osteuropäischen Kulturen finden hier ein Zuhause. ZOOLAMAR 08

Und dann rückte der Überraschungsknüller des Sonntags an: Die Berliner Combo Der singende Tresen um die Schriftstellerin Manja Präkels, die immer mal wieder eine Handvoll Konfetti aus der Jackentasche hervorgrub. NDR 09

Der Gruppe um Manja Präkels, die für die hervorragenden Texte genauso verantwortlich zeichnet wie für den wunderbaren, wandelbaren Gesang, gelingen außerordentliche Stimmungsbilder, absurde Geschichten und voglige Träumereien. TROTTOIR 07

Ausdrucksstark und voller Atmosphäre, changierend zwischen Melancholie und Esprit sind die Lieder, mit denen „Der Singende Tresen“ das Niveau des Abends vorgab. Musikalisch inspiriert von der Tradition des Klezmer, erzählt das Quintett um die burschikos-charismatische Liedermacherin Manja Präkels mit heutiger Poesie und beißender Ironie von „Clowns im Regen“ und von der Kleinbürger-Tristesse im Berliner Osten, ihrer Heimat („Allet jammelt vor sich hin“). Und sie schaffen es ganz ohne Mühe, das Publikum mit ihrem Mitsing-Shanty „Wann kommt das Raumschiff?“ zu einem Ausflug zum Planeten der Träume zu verlocken. NEUE PRESSE COBURG 07


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