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    Newsletter Februar/März

    Posted by on Feb 5, 2018

    Liebe Freunde von WORT & TON,

    jahrzehntelang erfreute uns eine bayrische Biermarke beim Kinobesuch zuverlässig mit dem reich bebilderten Slogan: „Deutschland ist schön. Seine Landschaften typisch. Seine Sehenswürdigkeiten weltberühmt.“ Aber mal ehrlich, wer kennt sich schon wirklich schon aus in den deutschen Provinzen zwischen Oder und Mosel? Unser Tipp: Gelebter Antifaschismus verschafft Euch Kenntnisse, mit denen Ihr bei jeder Stadt-Land-Fluss-Partie die Nase vorn habt. Wer außer Euch kann schon mit Orten wie Colditz, Wurzen, Gräfenhainichen, Gymnich oder Velden doppelt punkten? Selbst Journalisten großer Zeitungen kommen in ihrer diesbezüglichen Regionalkenntnis über Bautzen und Cottbus selten hinaus. Kein Vorwurf! So ein Journalistenleben kann ziemlich anstrengend sein, und während man verzweifelt versucht, dem tausendsten Artikel über ein umstrittenes Gedicht an einer Hauswand in Berlin-Hellersdorf eine irgendwie originelle Sichtweise überzuhelfen, kann schon mal der eine oder andere Brandherd aus dem Blick geraten …

    Auf internationaler Ebene funktioniert das ganz ähnlich: Während alle eifrig an Trumps Rede zur Lage der Nation (und dem Klatschverhalten seiner First Lady) hin und her analysieren, könnte man glatt glauben, Erdogan habe seine Truppen aus dem kurdischen Norden Syriens klammheimlich wieder abgezogen. Hat er aber nicht. Die deutschen Panzer des NATO-Staats Türkei bringen einfach weiter Einwohner eines benachbarten Staates um, nur eben nicht mehr in den Schlagzeilen sondern hinten unter „Vermischtes“. Man muss halt Prioritäten setzen.

    Auch wir haben im Januar Prioritäten gesetzt und uns ein bisschen Auftrittsruhe gegönnt. Das war aber auch nötig, nachdem das neue Jahr im ICE nach Garmisch-Partenkirchen begann, wo Manja Präkels im Auftrag der Taz das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee besuchte. Die dabei entstandene Reportage „Aber bitte mit Fahne!“ könnt Ihr hier nachlesen. Ansonsten haben wir uns in den letzten Wochen hauptsächlich um die Jahresplanung gekümmert, Werkstattzeiten für DER SINGENDE TRESEN festgelegt, an der Struktur für ein neues Mühsam-Buch gefeilt, und versucht, die Lesungsanfragen für „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ so geschickt zu verteilen, dass zwischendrin noch ein bisschen Zeit zum Schreiben bleibt. Apropos: Eine von Markus Liskes Kolumnen über „Leben & Tod“ aus dem gleichnamigen Magazin gibt es jetzt auch zum digitalen Nachlesen – auf dem Verbrecher-Blog nämlich. Und quasi en passant noch ein Format für Doppellesungen von Markus Liske und Manja Präkels entwickelt: „Zwei wie Pech und Schwefel (Ost-Pech und West-Schwefel)“. Hier die anstehenden …

    TERMINE

    Mi. 07. Februar, 20 Uhr
    Leselounge mit Manja Präkels und Nancy Hünger
    Literaturhaus Schleswig-Holstein
    Kiel

    Do. 08. Februar, 19 Uhr
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Café Median / Awiro
    Rostock

    Mi. 14. Februar, 13 Uhr
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“

    Geschlossene Veranstaltung!
    Gymnasium Gransee

    Fr. 16. Februar, 20 Uhr
    Markus Liske & Manja Präkels: „Zwei wie Pech und Schwefel“ (Doppellesung „Glücksschweine“/“Schnapskirschen“)
    Kleines Rathaus
    Bad Berneck

    Sa. 17. Februar, 20 Uhr
    Markus Liske & Manja Präkels: „Zwei wie Pech und Schwefel“ (Doppellesung „Glücksschweine“/“Schnapskirschen“)
    Forum Phoinix
    Bayreuth

    Mi. 21. Februar, 18 Uhr
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Roter Salon
    Stendal

    Do. 01. März, 20 Uhr
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Hansa 48
    Kiel

    Fr. 02. März, 20 Uhr
    Markus Liske: „Atomtod und Rüschenhemd“
    Sequential Art
    Rostock

    Hier endet zwar unser Newsletter, aber noch längst nicht die lange Liste der Lesungstermine in diesem Jahr. Mehr davon in vier Wochen an gleicher Stelle. Wir sehen uns – hier oder da!

    Eure reisefreudigen Stadt-Land-Fluss-Spezis der
    Gedankenmanufaktur WORT & TON