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    Newsletter Oktober/November

    Posted by on Okt 11, 2017

    Liebe Freunde von WORT & TON,

    die Bundestagswahl ist vorbei, und nun wissen wir endlich, wo die „sozial Abgehängten“ wohnen, die – wenn man dem unverdrossen arg schief vor sich hin tönenden Medienchor glauben darf – die Stammwählerschaft der AfD bilden: Im Westen zum Beispiel in so wirtschaftlich desolaten Bundesländern wie Bayern (12,4%) oder Baden-Württemberg (12,2%), wo bettelarme Süddeutsche bei Wasser und Brot in ihren Eigenheimen hocken, während sich im Vorgarten finstere Asylbetrüger feixend mit Weißwurst und Spätzle bewerfen. 

    Etwas verschwommener ist das Bild im Osten, wo die AfD überall mit um die (bzw. deutlich über) 20% durchs Ziel ging. Hier hilft der Detailblick auf Dresden und Umgebung (bis zu 40%): Wirtschaftlich geht dort bekanntlich schon lange nichts mehr. All die farbenfrohen Reihenhaussiedlungen, neu errichteten Prunkbauten, top-sanierten Altstädte und prosperierenden Gewerbegebiete wurden von der Landesregierung nur als potemkinsche Dörfer aufgebaut, weil – naja, weil die Nachfahren von August dem Starken eben weiterhin gern mit Bauklötzchen spielen. Hinter den Fassaden aber: Elend und Untergang. Selbst beim großen SemperOpernball sah man zuletzt nur noch Surimi-Hummer und Rotkäppchen aus dem Pappbecher …

    Der Feind der Demokratie steht bei all dem selbstverständlich nicht rechts, sondern links – nach dem Wahlerfolg der AfD umso mehr. Beschrieben hat das Markus Liske noch während des Wahlkampfs in der Jungle World unter dem Titel „Konsens gegen links“. Über den Wahlabend selbst (und das, was aus ihm folgen wird) berichten Manja Präkels, Markus Liske und mehrere andere Jungle-Autoren unter dem Obertitel „Blau-braunes Wunder mit Ansage“.

    Diese inzwischen zur Partei gewordene „Ansage“ des kleinbürgerlichen Besitzstandswahrer-Mobs und seiner glatzköpfigen Sturmtruppen erfolgte allerdings schon vor vielen Jahren –  in den bösen Neunzigern. Nachzulesen ist das in Manja Präkels Roman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“. Und weil wir uns morgen gen Buchmesse bewegen, hier eine kleine Auswahl der bisherigen Pressestimmen dazu: „Manja Präkels’ Debüt (…) ist ein Roman, der von der Vergangenheit erzählt. Und dabei in unsere Gegenwart führt“, bemerkt zutreffend Der Freitag. „Gleich der erste Satz von Manja Präkels‘ Debütroman sitzt“, heißt es in der Literatur-Konkret, und Das Magazin befindet: „Ein beeindruckendes Debüt!“. Die Mitteldeutsche Zeitung ergänzt: „Ein bemerkenswert unsentimentaler Roman (…), der ehrlich und überzeugend vom Lebensgefühl der Ost-Jugend in den Jahren kurz vor und nach der Wende erzählt.“ Die Buchkultur findet den Roman: „Formal wie sprachlich beeindruckend!“, und im Missy Magazin heißt es: „Verstörend – und sehr gelungen.“

    Herzlichen Dank! Mit solchem Rückenwind lässt es sich nun gut lesereisen. Hier die …

    TERMINE

    Schnapskirschen-Tour 2017

    11. Oktober, 20:00
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Lesecafé ODRADEK
    Chemnitz

    13. Oktober, 15:00
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Buchhändlerzentrum
    Buchmesse
    Frankfurt a. M.

    13. Oktober, 18:30
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Frankfurter Kunstverein
    Frankfurt a.M.

    14. Oktober, 16:00
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ (Lesung & Gespräch)
    nd-Stand Halle 4.0
    Buchmesse
    Frankfurt a.M.

    14. Oktober, 21:00
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Bar Knobbe
    Frankfurt a.M.

    15. Oktober, 13:30
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Leseinsel Halle 4.1
    Frankfurt a.M.

    04. November, 19:30
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Galerie in der Klosterscheune
    Zehdenick/Mark

    06. November, 20:00
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Café Morgenrot
    Berlin-Prenzlauer Berg

    17. November, Zeit N.N.
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Literaturhaus („WG-Lesung“)
    Köln

    23. November, 20:00
    Markus Liske: „Atomtod und Rüschenhemd“
    Schankwirtschaft Laidak
    Berlin-Neukölln

    24. November, 19:00
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Treibhaus
    Döbeln

    02. Dezember, 20:00
    DER SINGENDE TRESEN: (Vor-)letzte Runde
    Freiland
    Potsdam

    05. Dezember, 20:00
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Buchhandlung Sputnik
    Potsdam

    07. Dezember, 20:00
    Manja Präkels: „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“
    Literaturforum im Brechthaus
    Berlin-Mitte

    08. Dezember, 19:00
    DER SINGENDE TRESEN: (Aller-)Letzte Runde
    Café Sibylle
    Berlin-Friedrichshain

    Weitere Termine folgen. Jetzt aber mal schnell auf die Autobahn …

    Eure reisefreudigen Kulturbringer in der
    Gedankenmanufaktur WORT & TON