Tweets
Facebook By Weblizar Powered By Weblizar

    Newsletter März/April

    Posted by on Mrz 5, 2017

    Liebe Freunde von WORT & TON,

    wir haben es schon lange geahnt: Nicht in London, Paris oder Berlin brennt die Flamme der Aufklärung am hellsten, sondern in – Gaggenau. Dort kam der Gemeinderat auf den klugen Gedanken, dass sich manch politisches Problem auch mit amtlichen Sicherheitsbedenken lösen lässt, und unterband so den Auftritt eines osmanischen Reichslakaien von Erdogans Gnaden. Das ändert jedoch nichts daran, dass der von uns hochgeschätzte Kollege Deniz Yücel weiterhin in der Türkei im Knast sitzt. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, hat ihn der irre Mann vom Bosporus gerade zum Spion erklärt. Wo das enden kann, wissen wir. Was also tun? Nun, Erdogan ist bekanntermaßen ein kraftmeiernder Narziss und infolge dessen auf rationalem Wege schwer zu erreichen. Trotzdem hat die die EU gegenüber der wirtschaftlich schwächelnden Türkei eine ganze Reihe potentieller Druckmittel, sofern sie nur erst den schmutzigen Flüchtlingsdeal aufkündigt. Und das wäre – mit Deniz gesprochen – ohnehin „besser“, auch für all die anderen inhaftierten Journalisten. Was wir selbst tun können, ist weiter demonstrieren, massenhaft die Petition für Deniz‘ Freiheit unterzeichnen und keinesfalls zur Tagesordnung übergehen. Wer von euch Deniz nicht kennt, der kann sich bei der ebenfalls hochgeschätzten Doris Akrap einen Eindruck verschaffen – in der Kolumne So Nicht.
    In der Jungle World, deren Mitherausgeber Deniz Yücel ist, gibt es ebenfalls reichlich zum Thema zu lesen, obwohl das Thema dieser Woche eigentlich die Rückkehr der lebenden Tot … na ja, der SPD eben ist. Mit deren neuem Oberzombie hat sich Markus Liske unter dem Titel „Operation Wechselbalg“ auseinandergesetzt. Jetzt geht es für ihn – also Liske, nicht den Oberzombie – erst mal zu einer „Glücksschweine“-Lesung nach Wien (organisiert vom großartigen Wiener Verlag Edition Atelier und gemeinsam mit der Kollegin Jana Volkmann), dann weiter zum Preislesen auf Schloss Wartholz (Daumen drücken!). Manja Präkels feilt dieweil mit den Kollegen vom SINGENDEN TRESEN noch an unserem Programm „Wo ist Zuhause, Vogelherz?“, mit dem wir ab April wieder auf Bühnen zu sehen sind. Und im Mai geht es dann für uns alle noch mal nach Wien. Denn dort hat das Theater WERK X seine laufende Spielzeit unter unser Motto „Vorsicht Volk!“ gesetzt, weshalb wir uns an der Abschlussveranstaltung gerne beteiligen.
    Nun aber mit einem laut tröööötendenden #FreeDeniz! zu den …

     

    TERMINE(n)

    Do. 09.03. – 19:00 Uhr
    BERLINER ABEND in Wien
    Markus Liske liest aus“Glücksschweine“
    & Jana Volkmann aus „Das Zeichen für Regen“
    Literaturbuffet Lhotzky
    Rotensterngasse 2
    1020 Wien

    Fr. 10.03. – So. 12.03.
    Markus Liske beim Wartholzliteraturwettbewerb
    Schloss Wartholz 
    Reichenau a. d. Rax
    Österreich

    Do. 13.04. – 19:30
    „Wo ist Zuhause, Vogelherz!“ – Eine literarisch-musikalische Geisterbeschwörung
    mit: Manja Präkels, Markus Liske, Thorsten Müller, Benjamin Hiesinger & Zhenja Oks
    Zukunft am Ostkreuz / Reihe „Leselampe“
    Lasker Str. 5
    Berlin-Friedrichshain

    Und wie geht’s weiter? Nun, für alle die es nicht abwarten können: Manja Präkels‘ Roman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ wird Ende Mai aus der Druckerei kommen und bestellbar sein. Die offizielle Release gibt’s nach der Sommerpause. Und: DER SINGENDE TRESEN geht wieder auf Tour. Wir werden in Wien sein, in Hamburg, in Frankfurt/Main, in Bayreuth, in Berlin, in Wilhelmshaven und vielleicht auch in München. Mehr dazu im kommenden Newsletter. Bis denne!

    Eure reisefreudigen Streiter für die Pressefreiheit in WORT & TON